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                Presse 2005

 

06.09.2005  Potsdamer neuste Nachrichten          Erstmals Bio-Bier aus dem Forsthaus Ökologisches Angebot für Wirte der Region

03.09.2005  Märkische Allgemeine                         Braumanufaktur im Forsthaus Templin stellt erstes Bio-Bier im Land her

31.08.2005  Potsdamer Neuste Nachrichten          Sperrung wegen Blindgänger Fliegerbombe hinter Forsthaus Templin entschärft

22.08.2005  BZ                                                           Nach 7 Kilometern gibt´s die erste Brotzeit und wer mag,
                                                                                      kostet lecker selbstgebrautes Bier

August 2005 Entdeckt spezial                                  Abschied von einem Geheimtipp

17.06.2005  Potsdamer Neuste Nachrichten          Auf dem Wasser zum Bier - Brauermeistertrio lädt zur ersten Schiffsrundfahrt ein

17.06.2005  Märkische Allgemeine                         Joint Venture der Braumeister

April 2005    Sonderbeilage PNN                             Werdersches Bier aus dem Forsthaus Templin

26.04.2005  Potsdamer Neuste Nachrichten          Bierseele aus Werder

26.04.2005  Märkische Allgemeine                         Nun wächst wieder Hopfen auf dem Mühlenberg

19.03.2005  Potsdamer Neuste Nachrichten         Blütenbräu

März/April05  Wohnen in Berlin/Brandenburg        Das Bier, das aus Templin kommt

24.01.2005  Märkische Allgemeine                        Sanddornbräu, Biersenf und Bornstedter-Büffel

24.01.2005  Potsdamer Neuste Nachrichten         Potsdamer Stange und Krongut-Büffel

 

 

 

 

 

 

PNN  06.09.2005

Erstmals Bio-Bier aus dem Forsthaus Ökologisches Angebot für Wirte der Region

Mild, würzig im Abgang und leicht malzig-süßlich – das erste Bio-Bier Brandenburgs hat das Licht der Welt erblickt. Bei einem kleinen Hoffest in der Braumanufaktur Forsthaus Templin wurde jüngst das naturtrübe Bier von den Braumeistern Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler erstmals ausgeschenkt.

Die Rohstoffe, also Hopfen und Malz, werden ökologisch erzeugt. Auch das Verfahren zur Herstellung des Bieres ist schonend und, laut Braumeister Jörg Kirchhoff „noch genauso wie um 1900“. Ein erworbenes Öko-Kontrollsiegel ziert die 1-Liter-Bügelverschlussflaschen, in die das Bio-Bier in der ersten Testphase abgefüllt wird. Noch müssen Malz und Hopfen aus Hessen und Bayern eingekauft werden, später wollen Kirchhoff und Köhler aber Brandenburger Rohstoffe verwenden.

„Alle Biobiere, die man bisher in Potsdam und Berlin kaufen kann, werden aus Niedersachsen oder Bayern zugeliefert“, sagt Braumeister Jörg Kirchhoff. Für die Braumanufaktur als regionale Brauerei sei deshalb der Vertrieb eines einheimischen Bio-Bieres eine interessante Nische. „Im Gegensatz zu großen Brauereien haben wir ja auch kaum Kosten“, sagt er, „und die kleinen Mengen, die wir produzieren, bekommt man doch immer verkauft.“

Im güldenen Sudkessel in der Braumanufaktur werden pro Ansatz aus 6000 Litern Wasser, Bio-Malz und Bio-Hopfen 4000 Liter Bier. Nach fünf Wochen Reifung und Gärung ist das Bier fertig und wird in 10- und 20-Liter-Fässer oder Flaschen und 2-Liter-Siphone abgefüllt. Der Liter im Fass kostet etwa 2 Euro, in der Flasche 50 Cent mehr. Das Angebot soll sich an Privatpersonen und Bioläden richten. „Es wäre natürlich auch was für experimentierfreudige Wirte, die nicht an Verträge mit anderen Händlern gebunden sind“, sagt Kirchhoff. Er und Thomas Köhler kennen sich seit der Lehrzeit bei der Potsdamer Rex Pils-Brauerei. Bisher kamen aus dem Sudkessel der Braumanufaktur konventionell gebrautes Pils, das „Werdersche“ und die „Potsdamer Stange“. Nun beginnt das Klinkenputzen an Potsdamer und Berliner Bioläden. Im Januar kommenden Jahres stellen die Braumeister ihr Bio-Bier auch auf der Grünen Woche in Berlin vor. Dann wird das Bier durch schonende Pasteurisierung bis drei Monate haltbar gemacht sein und auch in Halbliter-Flaschen abgefüllt, im Zwölfer-Holzbierkasten angeboten. Noch ist das Bio-Bier nur 14 Tage haltbar, weil die Hefe nicht abgetötet oder entfernt wird. Aber wer braucht schon zwei Wochen für ein kühles Bio-Blondes... Patrick Steller 
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MAZ 03.09.05
CHRISTOPH GRABITZ

Neuling unter den Flaschen
Braumanufaktur im Forsthaus Templin stellt erstes Bio-Bier im Land her

"Plopp." Potsdam hat ein neues Bier. Nein, ein neues "Showbier" in grellem Staniolkostüm ist es nicht. Wer die braune Flasche mit Schnappverschluss aus ihrem Naturholzkasten hebt, ahnt es: Diese Flasche wird es nie ins Fernsehen schaffen. Niemals werden wir sie in Werbespots - "Sail away" - auf einem Segelschiff in den Händen junger Abenteurer mit Dreitagebart in den Sonnenuntergang fahren sehen. Leider.
 


Leider? "Unser neues Bier ist vollkommen naturbelassen", sagt Mitinhaber Jörg Kirchhoff. Zusammen mit Compagnon Thomas Köhler betreibt der Braumeister das Forsthaus Templin, wo sie mit vier Mitarbeitern etwa 4000 Liter Bier pro Woche herstellen. Hier ist die Geburtsstätte des nach eigenen Angaben bislang einzigen Bio-Bieres in der Region Berlin/Brandenburg. Hier wird es heute um 19 Uhr auf dem großen Sommerfest mit Livemusik erstmalig angestochen. Das Besondere an dem neuen Gebräu, so Köhler, seien seine Rohstoffe, die allesamt aus ökologischem Anbau stammen. Weshalb es das zertifizierte Öko-Siegel der EU-Kontrollstelle tragen darf. Ähnlich wie ein Hefeweizen durchziehen das Pils trübe Schlieren. "Das liegt daran, dass das Bier unfiltriert ist", erklärt Kirchhoff. Während die Hefe in handelsüblichem Gerstensaft abgetötet oder entfernt werde, so der Braumeister, blieben Spurenelemente und "der ganze reichhaltige Vitamin-B-Komplex der Hefe" erhalten. Doch der Verzicht auf Konservierungsstoffe und chemische Zusätze führt dazu, dass das Pils derzeit nur zwei Wochen haltbar ist, während seine "Kollegen" aus dem Supermarkt sich nach gesetzlichen Vorschriften ein Jahr lang halten müssen. Bis zur Präsentation auf der "Grünen Woche" in Berlin im Januar 2006 soll das Bier jedoch pasteurisiert sein - womit sich seine Haltbarkeit dann auf drei Monate verlängern soll.

Kirchhoff und Köhler haben für die Zukunft viel vor: Künftig soll das Brauwasser nicht mehr von der Energie und Wasser Potsdam sondern aus einem 60 Meter tiefen Brunnen geholt werden. Außerdem arbeiten sie daran, die schlichten Flaschen künftig an Bioläden landesweit und nach Berlin zu liefern. Ein werbewirksamer Törn auf einem Segelboot wäre das zwar noch nicht, eine kleine Reise allemal.
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PNN  31.08.2005

Sperrung wegen Blindgänger Fliegerbombe hinter Forsthaus Templin entschärft

Templiner Vorstadt - Nicht alle hatten den Verkehrsfunk gehört, so hatte die Polizei gestern an der Absperrung der Templiner Straße mit einer Reihe aufgebrachter Autofahrer zu tun. „Da müssen sie sich nicht bei mir beschweren, sondern bei Churchill“, wehrte sich ein Polizist gegen einen Wortschwall. Im Radio war es angekündigt: In Höhe des Forsthauses wurde eine englische Fliegerbombe entschärft, zwischen 9.30 und 10.50 Uhr war die Strecke zwischen Caputh und Hermannswerder gesperrt. 35 Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt sorgten dafür, dass auch keine Überraschungsgäste aus dem Wald die Kampfmittelbeseitigung bei der Arbeit störten. Mancher Jogger wurde zurück in die Botanik geschickt. Auch Boote der Wasserschutzpolizei waren im Einsatz.

Am Vorabend war die Bombe bei Verschönerungsarbeiten im Wald etwa 50 Meter hinter dem Forsthaus Templin entdeckt worden: Am Denkmal von Arnold Diedrich Tamm sollte eine Bank aus Baumstämmen aufgestellt werden. Tamm baute das Anwesen 1797 zum Herrenhaus aus und pflanzte die Platanen an der Templiner Straße. Das heute halb verfallene Denkmal hatten seine Kinder aufgestellt. Mit der Bank sollte es zum Ausflugsziel werden. Von der einst baumlosen Anhöhe gab es früher einen Blick auf den Templiner See, ein Pavillon soll hier auch gestanden haben. Ob er durch den Aufprall der 250 Kilogramm schweren Bombe zerstört wurde, konnte gestern nicht geklärt werden. „Wenn er am 12. April 1945 noch stand, dann war es so“, war sich Manuel Kunzendorf sicher.

Für den Kampfmittelbeseitiger sind Bombenentschärfungen im Bereich der Potsdamer Havel nicht neu: Ein Teil der Bombenfracht sei in der „Nacht von Potsdam“ im Wald geblieben, weil Flieger vom Kurs abgekommen waren oder das Ziel verfehlten. Das Forsthaus war davon nicht betroffen. Auch von der gestrigen Entschärfung nicht, die Braumanufaktur öffnet erst um 11 Uhr. Auch im Strandbad gab es noch keine Gäste. Ein Bungalow war belegt, die Wohnhäuser Richtung Caputh und am Forsthaus sowie Angestellte des Forsthauses wurden evakuiert, insgesamt 20 Personen, wie Alexander Engel vom Ordnungsamt gestern sagte. Nach seinen Angaben war es der sechzigste Blindgänger, der seit 1990 in Potsdam entschärft wurde. hkx 
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BZ 22.08.2005
Nach 7 Kilometern gibt´s die erste Brotzeit
und wer mag, kostet lecker selbstgebrautes Bier


Fotos: Eric Richard

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Entdeckt spezial August 2005
Abschied von einem Geheimtipp

Potsdamm ist voll von wunderbaren Orten.
Welches aber ist der schönste Platz für Menschen, die heute hier leben?
Potsdamer Persönlichkeiten erzählen ihre Geschichte in unserer Serie "Mein schönster Platz". Heute: Jan Lehmmann, Geschäftsführer Weisse Flotte Potsdamm


Ruhe, Entspannung, nette Menschen und ein kühles Blondes. Das ist für mich der Kurzurlaub am Feierabend. Beides finde ich am Templiner See: im Forsthaus Templin aber auch bei der Bootsvermietung Moisl in der Nähe des Strandbades Templin. Hier sitze ich oft nach der Arbeit; um mich ein wenig abzulenken.

Als gebürtiger Potsdamer fällt es mir schwer, einen Platz in unserer Stadt als „den schönsten" zu bezeichnen. Ob nun der Park Babelsberg, die Innenstadt oder der Hafen -eigentlich können wir alle nur froh sein, das wir in dieser wunderbaren Stadt leben.

Aber Ich glaube, dass genau das Areal um Templin für mich das Schönste ist. Durch die Wiedereröffnung des Forsthauses Templin und weil der Platz auf meinem Weg nach Caputh, wo ich wohne, liegt, besuch eich nun Forsthaus oder Bootsvermietung Moisl mehrmals in der Woche.

Mittlerweile fahre ich auch schon Wakeboard bei Moisl. Aber eigentlich liebe ich die Ruhe, wenn die Sonne untergeht. Eine geheimnisvolle Stille liegt auf dem See und die letzten Sonnenstrahlen färben den See - kein Gedanke mehr an die städtische Hektik, die doch eigentlich ganz nah ist.

Genauso gern bin ich aber auch im Forsthaus. Gemütlich unter den Kastanien zu sitzen, ein gutes Potsdamer Stangenbier zutrinken ist auch für mich immer einen Abstecher ins Forsthaus wert. Eigentlich ist das ja nun ein Geheimtipp - und ich grüble, ob man einen Geheimtipp wirklich preis geben sollte …Auf der anderen Seite möchte ich natürlich, dass die Betreiber das liebevoll gestaltete Forsthaus erfolgreich führen und ich auch in den nächsten Jahren mein Feierabendbier dort genießen kann.. Im Übrigen kann man das Areal um den Templiner See wieder mit dem Schiff ab Potsdam erreichen. Vielleicht nutzen es ja einige Leser dieses Heftes, um diesen Ort einmal zu besuchen.
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PNN 17.06.05
Auf dem Wasser zum Bier

Brauermeistertrio lädt zur ersten Schiffsrundfahrt ein

Zwischen der Braumanufaktur Forsthaus Templin und der Gasthausbrauerei Meierei im Neuen Garten wird am Freitag, dem 24. Juni, erstmals eine Schiffsverbindung eingerichtet. Auf dem Motorschiff "Werder" können 48 Bierfreunde an der Großen Brauerei-Rundfahrt teilnehmen, die um 16 Uhr am Anlegesteg in Templin startet. Während der etwa 90-minütigen Fahrt über den TempIinerSee, die Stadthavel, den Tiefen und den Jungfernsee plaudert Michael Weidner, der Vorsitzende des Vereins für Brauereigeschichte in Berlin-Brandenburg, über historische Potsdamer Brauereien entlang der Route. Dazu zählen Adelung und Hoffmann in der Nähe des ehemaligen Schlachthofes, "Berliner Kindl" an der Luckenwalder Straße und die Brauerei und Mälzerei Weyermann, die in Süddeutschland bis heute fortbesteht.

In der Meierei werden die Gäste zu einem Rundgang und einer Verkostung eingeladen. Neben der Stammsorte "Meierei hell" stellt Braumeister Jürgen-M. Solkwoski seine "Potsdamer Schwarze" vor, ein nicht bitteres, süffiges, vom Malzgeschmack bestimmtes Bier, und wahrscheinlich auch das fruchtige "Mittsommerbier", das er zur Feier des längsten Tag des Jahres (21. Juni) in sein Programm nimmt. Anschließend schippert die "Werder" zurück zum Forsthaus Templin, wo die Braumeister Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff mit der von ihnen wiederbelebten Potsdamer Stange, ihrem braunen Lagerbier und frisch gezapftem Weizen auf die Gäste warten. Schmalzstullen sind im Preis der Rundfahrt in Höhe von 25 Euro inbegriffen, wer eine kräftigere Grundlage braucht, kann auf eigene Rechnung à la carte essen. Für Musik sorgt die Gruppe "Blue Tuba". Die Idee zu dem Gemeinschaftsvorhaben brüteten Solkowski und Köhler/ Kirchhoff im Deutschen Brau- und Malzmeisterbund aus, dem sie angehören. Zwar sind sie als Geschäftsführer ihrer Ausflugslokale auch Konkurrenten, doch "Braumeister verstehen sich immer", versichern sie. Rentiert sich die Rundfahrt, soll sie die Saison übermonatlich wiederholt werden, gegebenenfalls auf einem größeren Schiff. Kontakte knüpften sie auch zur dritten Potsdamer Gasthausbrauerei im Krongut Bornstedt. Dort werden sie auf dem Biermarkt am 9. und 10. Juli mit vertreten sein.
E. Roh

-Anmeldungen für die Brauerei-Rundfahrt unter Tel.: (033209) 21 7979 oder (0331) 7043214.
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MAZ 17.06.2005
Joint Venture der Braumeister

NEUER GARTEN. "Es ist das erste Joint Venture der Potsdamer Brauer", sagt Thomas Köhler und feixt seine Kollegen an. Köhler und sein Partner Jörg Kirchhoff von der Braumanufaktur im Forsthaus Templin haben sich mit Jürgen Solkowski von der Meierei im Neuen Garten für ein Projekt zusammengetan: Eine Dampferfahrt von einer Braustätte zur anderen, nebst Kostproben des edlen Gerstensaftes und Vortrag zur Brauereigeschichte der Stadt. "Wir haben jeder einen Anlegesteg, was lag also näher", sagt Solkowski.

Doch genau dort lag bislang auch der Hase im Pfeffer. Der Steg an der Meierei gehört der Berliner Stern- und Kreisschifffahrt, der am Forsthaus der Wissen Flotte. Beide Seiten konnten sich bislang nicht über die Nutzung einigen. Mittlerweile wird jedoch wenigstens verhandelt.


Um die Zeit zu überbrücken, haben die Brauer erstmal selbst ein Schiff gechartert - 48 Durstige haben Platz. Selbst einige Braumeister hätten sich schon angemeldet, verkündet Solkowski stolz. Konkurrenzdenken gibt es bei den beiden Brauereien offenbar nicht. "Potsdam ist groß genug für uns alle", winkt Kirchhoff ab. Wenn alles klappt, soll die Tour in der Saison einmalmonatlich stattfinden. Die Premiere ist heute in einer Woche und führt vom Forsthaus Templin zur Meierei und zurück, vorbei an den historischen Potsdamer Braustätten, etwa Adelung und Hoffmann am Brauhausberg. Unterwegs und an den Zielpunkten gibt es natürlich Proben der Braukunst. Solkowski will seinen Klassiker "Meierei hell" präsentieren, vielleicht noch einen Schluck Mittsommerbier, das extra zur gleichnamigen Feier am 21. Juli gebraut wird, und das dunkle "Potsdamer Schwarze". Die Forsthausbrauer locken mit der "Potsdamer Stange", braunem Lager und Weizenbier. Die Braumeister selbst wollen übrigens nicht mittrinken: "Ein Brauer trinkt nicht", sagt Solkowski: "Er verkostet."
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PNN-Sonderbeilage April 2005
Werdersches Bier aus dem Forsthaus Templin

Beim Blütenfest 2005 kann, wie erstmals im vergangenen Jahr, wieder Werdersches Bier genossen werden. Am 17. März haben die Braumeister aus dem .Forsthaus Templin bei Potsdam, Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff, den Sud für 4000 Liter angesetzt. Das historische Gebräu wird zum Fest auf der Bismarkhöhe, in der Fischgaststätte "Arielle", im "Hotel zur Insel", in der Eisenbahnstraße und natürlich im Forsthaus selbst angeboten. In der Manufaktur kann man sich bei Führungen durch die Anlage über die Kunst des Brauens informieren.

Bereits 1617 soll es das erste in Werder gebraute und sogar in Flaschen abgefüllte Werdersche Bier gegeben haben. "Wir brauen nach einem historischen Rezept", erzählt Köhler. "Ob es nun das allererste oder ein weiter entwickeltes ist, wissen wir jedoch nicht;" Und das Nachbrauen getreu dem Motto "Malz und Hopfen gibt guten Tropfen" gelingt. Der Gerstensaft erreicht die Farbe des Bernsteins und ist trüb, weil nicht gefiltert - auf diese Weise haben es auch die Altvorderen hergestellt. Es ist süffig, mild gehopft und malzbetont. So wurde das Werdersche auch laut Dokumenten aus dem 18. Jahrhundert beschrieben und noch um 1905 verkauft: In einer Zeit, als sich von den vielen Werderaner Biermanufakturen die letzten vier zu den "Vereinigten Werderaner Brauereien" zusammengeschlossen hatten.

Dem historischen Rezept entsprechend wird für das Werdersche fein geschrotete Malzgerste mit warmem Wasser zur Maische angesetzt. Beim Kochen der Würze verwenden die Brauer frische Blüten einer alten Aroma-Hopfensorte aus der Bodensee-Gegend, die dem Werderschen den besonderen Geschmack verleihen. Der abgekühlten Würze wird Hefe beigegeben. Im Gärtank dann kann die rund fünfwöchige, kalte Reife des Bieres beginnen.

Neben dem "Baumblütenfest-Bier" werden im Forsthaus Templin drei Standardbiere -Pilsner, Lager und Potsdamer Stange - sowie Saisonbiere produziert. Mit restaurierten historischen Geräten wird das Bier in Flaschen abgefüllt. In diesem Jahr geht erstmals ein eigener Bierwagen zu Festen aller Art auf Reisen. Die Brauer bringen nicht nur historisches Bier in die Region. Auch Hopfen, wie er am Bodensee wächst, pflanzen sie in diesem Frühjahr im Raum Werder an. Am Hang der Inselmühle und im Garten des Forsthauses Templin werden die Gewächse an hohen Stangen sechs bis sieben Meter nach oben treiben. Vorausgesetzt es ist nicht zu windig und regnerisch, denn dann gedeihen die Pflanzen schlecht. "Die kleinen Anlagen sollen einen historischen Bezug zum Brauereiwesen herstellen", erklärt Jörg Kirchhoff. "Unseren Bedarf können wir damit aber nicht decken."    Wp

Templiner Straße 102, zum Baumblütenfest geöffnet Montag bis Donnerstag von 11 bis 23 Uhr, Freitag bis Sonntag von 11 bis 1 Uhr, Maibockanstich am 30. April um19 Uhr
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PNN Potsdam-Mittelmark  26.04.2005
Bierseele aus Werder
Zum Geburtstag der „Werderschen“ wurde Hopfen auf der Insel gepflanzt


Werder - Süffig, malzbetont, mild gehopft: Die „Werdersche“ feiert ihren ersten Geburtstag. Im vorigen Jahr wurde der Gerstensaft nach 80-jähriger Unterbrechung erstmals wieder auf dem Baumblütenfest serviert. Seit dem Einbrauen im März vorigen Jahres sind 8000 Liter über den Tresen gegangen, sagte Braumeister Jörg Kirchhoff.

Seine Braumanufaktur im Forsthaus Templin beliefert das Restaurant Arielle und das Hotel zur Insel mit dem Bernsteinfarbenen, das mit 12 Prozent Stammwürze, alten Aromen und Naturdoldenhopfen dem Original der „Werderschen Brauerei AG“ nachempfunden ist. Mit der bayrischen Brauart wurde es einst vom Markt verdrängt.

Zum Jubiläum der Wiedergeburt wurde gestern auf dem Mühlenberg Aromahopfen gepflanzt. Für „modernes“ Pils werden bitterere Hopfensorten verwendet. Die sechs Pflanzen, die Jörg Kirchhoff gemeinsam mit Werders 1. Beigeordnetem Hartmut Schröder setzte, reichen für einen Sud mit 4000 Litern Werderscher. Vorher brauchen die Pflanzen allerdings drei bis vier Jahre, um erntefähig zu werden. Zur Zeit kommt der Hopfen für die „Werdersche“ noch von einem Anbaugebiet am Bodensee.

Wenn sich der Standort als günstig erweist, sollen vielleicht weitere Hopfenpflanzen auf dem Mühlenberg dazu kommen, kündigte Schröder an. Ziel sei, dass Werdersches Bier mit Hopfen aus der Blütenstadt gebraut wird. „Der Hopfen bringt die Seele ins Bier, da gehört es sich, dass er aus Werder kommt.“

Den Standort schätzt nicht nur Schröder als günstig ein. Wo Wein wächst, da gedeihe auch Hopfen, meint auch Braumeister Kirchhoff. Und wo Wein getrunken wird, da hat auch Bier seinen Platz, setzte Schröder hinzu. Dass die Werdersche irgendwann einmal den Obstwein vom Baumblütenfest verdrängen könnte, fürchtet er dabei nicht. „Bier und Wein haben sich schon früher hier gut miteinander vertragen.“




Zum Thema Hopfen hatte schließlich auch die frisch gekürte Baumblütenkönigin Sabrina Bohne (24) etwas beizutragen, die bei der Jubiläums-Pflanzaktion nicht fehlte: Hopfen sei eines ihrer Prüfungsthemen gewesen, als sie ihre Lehre zur Pharmazeutisch-Kaufmännischen Angestellten abschloss, erzählte sie. Zwei Prozent des geernteten Hanfgewächses findet sich in Kosmetik- und Pharmaprodukten wieder. Und die beruhigende Wirkung sei ja selbst beim Genuss einer Werderschen spürbar, sagte die Baumblütenkönigin, die einige Züge kostete. Kein Wunder, dass mancher in der Ornamentik ihres Kleids am Ende Hopfenblüten erkennen wollte. Henry Klix

Beim Baumblütenfest (noch bis 1. Mai) ist die „Werdersche“ am Schankwagen vor dem Rathaus in der Eisenbahnstraße zu bekommen. Auch im Hotel zur Insel und im Arielle steht sie auf der Karte.
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MAZ 26.04.2005
Nun wächst wieder Hopfen auf dem Mühlenberg
„Bier-Stadt“ Werder knüpft an uralte Traditionen an / Ernte in zwei Jahren / 4000 Liter werden erwartet

WERDER. Am Mühlenberg auf der Werderaner Insel wurden gestern sechs Hopfenpflanzen in die Erde gebracht: Braumeister Jörg Kirchhoff von der Gaststätte "Forsthaus Templin" rechnet damit, dass der Hopfen in zwei Jahren erntereif ist. "Dann werden wir etwa fünf Kilogramm ernten können. "Aus dem Sud, der daraus gewonnen wird, lassen sich laut Kirchhoff rund 4000 Liter Bier brauen.

Bereits seit dem vergangenen Jahr wird original Werdersches Bier im "Forsthaus Templin" gebraut. Mit der Anpflanzung am Mühlenberg knüpft die Stadt Werder jetzt an ihre uralte Bier-Tradition an. "Die Insel ist der Ursprung Werders und der Hopfen die Seele des Biers", begründete der Beigeordnete Hartmut Schröder die Wahl des Hopfen-Standorts mitten im Herzen der Stadt. Außerdem herrsche auf der Insel ein günstiges Klima für die Pflanze, die im Durchschnitt sechs bis acht Meter in die Höhe wachsen kann.



Der Werderaner Hopfen ist ein hochfeiner Aromahopfen der Sorte "Tettnanger" und stammt aus der Gegend um den Bodensee. Die Aromahopfen sind laut Braumeister Kirchhoff "die traditionelleren Sorten, die höhere Aromawerte besitzen und deshalb für den Kleinbrauer interessant sind".
Die Pflege der Pflanzen auf dem Mühlenberg wird die Stadt übernehmen, gebraut wird wie bisher im Forsthaus. Dort wurden im Jahr 2004 rund 8000 Liter Werdersches Bier verkauft. MAZ
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PNN 19.03.2005
Blütenbräu


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Wohnen in Berlin/Brandenburg
20. Jahrgang Nr. 3/4 März/April 2005

Das Bier, das aus Templin kommt
Historische Braumanufaktur lädt zum Besuch ein und verlost Abendessen für zwei Personen

" Wir machen Bier nach altem Rezept," sagt Braumeister Jörg Kirchhoff, der zusammen mit dem Brauingenieur Thomas Köhler ein historisches Ausflugslokal in Templin bei Potsdam wieder zu neuem Leben erweckt hat. Die beiden haben das denkmalgeschützte "Forsthaus Templin" restauriert und betreiben dort die "Braumanufaktur", in der sie ihre hauseigenen Biersorten anbieten.
Für ihr ungefiltertes Bier wird nur Naturdoldenhopfen verwendet. "Bei filtriertem Bier wird auch Geschmack herausgefiltert," erläutert Kirchhoff. Ungefiltertes schmeckt milder und vollmundiger als die industriell hergestellten gefilterten Biersorten, die wegen der längeren Haltbarkeit fast ausschließlich im Handel erhältlich sind.
Besucher oder Gruppen können nach vorheriger Anmeldung die historische Brauanlage besichtigen oder auch einen Tag lang "mitbrauen". In der Braumanufaktur riecht es angenehm nach der würzigen Maische. Neben dem ganzjährig erhältlichen eigenen Pils und Lager und den saisonal gebrauten Spezialitäten wie Weizenbier, Märzen, Potsdamer Stange oder Maibock, sind Besonderheiten wie der honigfarbene Bierlikör oder der starke Bierbrand sehr gefragt. Das Essen ist rustikal und dreht sich thematisch ebenfalls ums Bier.
Die Ausflugsgaststätte liegt am Templiner See, direkt gegenüber vom Strandbad Templin.
Wohnen in Berlin/Brandenburg und die Braumanufaktur verlosen ein Essen für zwei Personen im Forsthaus Templin, inklusive einem Glas Bier und einem Bierlikör oder Bierbrand.

Unsere Preisfrage: Ist Weizenbier
A) ein obergäriges Bier
B) ein untergäriges Bier.

Antworten bis zum 15. April 2005 an Wohnen in Berlin/Brandenburg, Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin, Fax: (030) 897 86 429, E-Mail: info@Wohnen-in-berlinbrandenburg.de
Braumanufaktur Forsthaus Templin, Templiner, Straße 102, .14473 Potsdam, Telefon: 033209/217979. www.Forsthaus-Templin.de , www.Braumanufaktur.de
Simone Hoffmann
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MAZ 24.01.2005
Sanddornbräu, Biersenf und Bornstedter Büffel
Potsdamer Brauerzunft stellt sich auf der Grünen Woche in Berlin vor

BERLIN I TEMPLIN I BORNSTEDT. Mit Vertretern der Braumanufaktur sowie des Krongutes präsentiert sich die Potsdamer Brauerzunft derzeit auf der Grünen Woche in Berlin. Die Resonanz sei ganz hervorragend, sagte Kirchhoff nach dem ersten Messe-Wochenende gestern Abend auf Anfrage.

Während das Krongut unter anderem mit seinem "Bornstedter Büffel" vor Ort ist, stellt der Brauer vom Forsthaus Templin erstmals seine "Potsdamer Stange" den Besuchern der Grünen Woche vor.

Eine echte Neuheit in diesem Jahr ist das Sanddornbräu, das sich Kirchhoff zufolge beim Besucheransturm am Sonnabend und Sonntag großer Nachfrage erfreute. Das Getränk ist in Kooperation mit Christine Berger und deren Firma in Elisabethhöhe in Glindow entstanden. 100 Liter hatten Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff im September vergangenen Jahres angesetzt. Zur Grünen Woche bieten sie das Getränk, das aus Sanddornsaft und naturtrübem Bier besteht, nun haltbar gemacht und auf Flasche gezogen an. Ab Sommer solle das Sanddornbräu dann regulär als Flaschenabfüllung erhältlich sein, kündigte Kirchhoff an.

Als dritte Novität präsentieren er und seine Kollegen den Biersenf. "Das ist ein richtig scharfer, grobkörniger Mostrich, bei dessen Herstellung statt des Wassers Bier verwendet wird", erläuterte er. Auf immerhin 20 Prozent Anteil am Senf bringt es der Gerstensaft.

Als ein besonderer Hingucker auf der Messe erweist sich zudem ein alter Bügelflaschenfüller, den die Braumanufaktur mitgebracht hat und vor Ort praktisch demonstriert. Die Maschine habe früher einmal in Babelsberg gestanden, so Kirchhoff. C.B.

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PNN 24.01.2005
Potsdamer Stange und Krongut-Büffel

 Zwei Aussteller, die sich auf das Brauen verstehen, auf der Grünen Woche

Berlin/Potsdam – So stellte man sich einen Braumeister in seinen Kinderträumen vor: Beleibt, mit Rauschebart, in dem sich auch mal der Bierschaum verfängt und immer gut gelaunt. Jörg Kirchhoff entspricht perfekt diesem Bild und gut gelaunt ist er auf der Grünen Woche allemal. Schon die Premiere im Vorjahr brachte Kontakte, zum Beispiel zur Stadt Werder, die man inzwischen mit einem Spezialbier nach altem Rezept versorgt.

Die Braumanufaktur im Forsthaus Templin, die vor zwei Jahren völlig neu im grundsanierten Gebäude eingerichtet wurde, ist derzeit etwa zu 40 Prozent ausgelastet. Die beiden Braumeister Kirchhoff und Thomas Köhler sind also noch immer an „Folgegeschäften“ interessiert. Die Flaschenabfüllanlage läuft und kann 1000 Biere am Tag produzieren. Nun fehlt nur noch die Reinigungsanlage, die Ende Mai ihren Betrieb aufnehmen soll. Ansonsten hofft der bärtige Braumeister natürlich auf gutes Sommerwetter, denn „das ist die beste Reklame für ein Ausflugsziel“. Bis zur Saison soll die Terrasse mit Granitplatten neu gestaltet sein und dann kann’s losgehen. Aber auf gutes Wetter verlassen sich die beiden Geschäftsführer der Braumanufaktur natürlich nicht.

Sie werden den Maibockbieranstich mit einem Tanz in den Mai feiern, zur Baumblüte in Werder gibt es ein Schaubrauen auf der Bismarckhöhe. Bei der langen Nacht der Museen wird man sich im Prenzlauer-Berg- Museum einklinken und nicht nur etwas für den Gaumen tun, sondern auch für Geist und Auge. Aus der Hinterlassenschaft des alten Babelsberger Brauers Kurt Seibert wurden Geräte für eine Sonderausstellung zum Thema Bierbrauen zur Verfügung gestellt.
 

 

 

 

War es für die Braumanufaktur der zweite Streich, so leistete sich das Potsdamer Krongut eine Premiere. Ebenfalls mit dem selbstgebrauten Büffelbier, aber mit vielen weiteren Extras präsentiert es sich auf der Grünen Woche. „Wir wollen unsere Vielfalt darstellen“, meint der moderne Gutsverwalter Bernd Volkmann. Im Krongut gebe es 21 Gewerke, die vom Kerzenziehen über das Glasblasen und die königliche Hofbäckerei bis zum Barbier, Dienste anböten. Neu ist die Zusammenarbeit mit dem Obst- und Weingut Lindicke, das sich ebenfalls in der Brandenburghalle präsentiert und den historischen Weinanbau im nördlichsten Landstrich Deutschlands praktiziert. 600 000 Gäste hat das Krongut in diesem Jahr bewirtet und das möchte man 2005 noch überbieten. Auch Volkmann kennt natürlich die besucherschwachen Zeiten Januar, Februar und November und will die mit gezielten Veranstaltungen unter anderem über die Zusammenarbeit mit pro agro besser auslasten.

Der die Brandenburger Agrarwirtschaft unterstützende Verband pro agro ist seit 1995 auf der Messe dabei und hat sich aus Wirtschaftlichkeitsgründen mit dem Verband für Landurlaub und den Direktvermarktern zusammengetan. Er vertritt auf dieser Grünen Woche über 400 Mitgliedsunternehmen, darunter auch das Obstgut Marquardt, das keinen eigenen Stand besetzt hat.

Das erste Wochenende der weltgrößten Schau der Agrar- und Ernährungswirtschaft war wieder gut besucht. An den ersten Tagen kamen rund 120 000 Besucher, ähnlich wie auch im Vorjahr. Damit zeigten sich die Veranstalter sehr zufrieden. Boomen wird es heute noch einmal in der Brandenburghalle, wenn Ministerpräsident Matthias Platzeck zusammen mit einigen Ministern seine Runde macht.105 Aussteller präsentieren sich in der Brandenburghalle. Die Grüne Woche ist noch bis zum 30. Januar geöffnet. Fran

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