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PNN 24.01.2005

Potsdamer Stange und Krongut-Büffel

Zwei Aussteller, die sich auf das Brauen verstehen, auf der Grünen Woche

Berlin/Potsdam – So stellte man sich einen Braumeister in seinen Kinderträumen vor: Beleibt, mit Rauschebart, in dem sich auch mal der Bierschaum verfängt und immer gut gelaunt. Jörg Kirchhoff entspricht perfekt diesem Bild und gut gelaunt ist er auf der Grünen Woche allemal. Schon die Premiere im Vorjahr brachte Kontakte, zum Beispiel zur Stadt Werder, die man inzwischen mit einem Spezialbier nach altem Rezept versorgt.

Die Braumanufaktur im Forsthaus Templin, die vor zwei Jahren völlig neu im grundsanierten Gebäude eingerichtet wurde, ist derzeit etwa zu 40 Prozent ausgelastet. Die beiden Braumeister Kirchhoff und Thomas Köhler sind also noch immer an „Folgegeschäften“ interessiert. Die Flaschenabfüllanlage läuft und kann 1000 Biere am Tag produzieren. Nun fehlt nur noch die Reinigungsanlage, die Ende Mai ihren Betrieb aufnehmen soll. Ansonsten hofft der bärtige Braumeister natürlich auf gutes Sommerwetter, denn „das ist die beste Reklame für ein Ausflugsziel“. Bis zur Saison soll die Terrasse mit Granitplatten neu gestaltet sein und dann kann’s losgehen. Aber auf gutes Wetter verlassen sich die beiden Geschäftsführer der Braumanufaktur natürlich nicht.

Sie werden den Maibockbieranstich mit einem Tanz in den Mai feiern, zur Baumblüte in Werder gibt es ein Schaubrauen auf der Bismarckhöhe. Bei der langen Nacht der Museen wird man sich im Prenzlauer-Berg- Museum einklinken und nicht nur etwas für den Gaumen tun, sondern auch für Geist und Auge. Aus der Hinterlassenschaft des alten Babelsberger Brauers Kurt Seibert wurden Geräte für eine Sonderausstellung zum Thema Bierbrauen zur Verfügung gestellt.

War es für die Braumanufaktur der zweite Streich, so leistete sich das Potsdamer Krongut eine Premiere. Ebenfalls mit dem selbstgebrauten Büffelbier, aber mit vielen weiteren Extras präsentiert es sich auf der Grünen Woche. „Wir wollen unsere Vielfalt darstellen“, meint der moderne Gutsverwalter Bernd Volkmann. Im Krongut gebe es 21 Gewerke, die vom Kerzenziehen über das Glasblasen und die königliche Hofbäckerei bis zum Barbier, Dienste anböten. Neu ist die Zusammenarbeit mit dem Obst- und Weingut Lindicke, das sich ebenfalls in der Brandenburghalle präsentiert und den historischen Weinanbau im nördlichsten Landstrich Deutschlands praktiziert. 600 000 Gäste hat das Krongut in diesem Jahr bewirtet und das möchte man 2005 noch überbieten. Auch Volkmann kennt natürlich die besucherschwachen Zeiten Januar, Februar und November und will die mit gezielten Veranstaltungen unter anderem über die Zusammenarbeit mit pro agro besser auslasten.

Der die Brandenburger Agrarwirtschaft unterstützende Verband pro agro ist seit 1995 auf der Messe dabei und hat sich aus Wirtschaftlichkeitsgründen mit dem Verband für Landurlaub und den Direktvermarktern zusammengetan. Er vertritt auf dieser Grünen Woche über 400 Mitgliedsunternehmen, darunter auch das Obstgut Marquardt, das keinen eigenen Stand besetzt hat.

Das erste Wochenende der weltgrößten Schau der Agrar- und Ernährungswirtschaft war wieder gut besucht. An den ersten Tagen kamen rund 120 000 Besucher, ähnlich wie auch im Vorjahr. Damit zeigten sich die Veranstalter sehr zufrieden. Boomen wird es heute noch einmal in der Brandenburghalle, wenn Ministerpräsident Matthias Platzeck zusammen mit einigen Ministern seine Runde macht.105 Aussteller präsentieren sich in der Brandenburghalle. Die Grüne Woche ist noch bis zum 30. Januar geöffnet. Fran


MAZ 24.01.2005

Sanddornbräu, Biersenf und Bornstedter Büffel
Potsdamer Brauerzunft stellt sich auf der Grünen Woche in Berlin vor

BERLIN I TEMPLIN I BORNSTEDT.
Mit Vertretern der Braumanufaktur sowie des Krongutes präsentiert sich die Potsdamer Brauerzunft derzeit auf der Grünen Woche in Berlin. Die Resonanz sei ganz hervorragend, sagte Kirchhoff nach dem ersten Messe-Wochenende gestern Abend auf Anfrage.

Während das Krongut unter anderem mit seinem "Bornstedter Büffel" vor Ort ist, stellt der Brauer vom Forsthaus Templin erstmals seine "Potsdamer Stange" den Besuchern der Grünen Woche vor.

Eine echte Neuheit in diesem Jahr ist das Sanddornbräu, das sich Kirchhoff zufolge beim Besucheransturm am Sonnabend und Sonntag großer Nachfrage erfreute. Das Getränk ist in Kooperation mit Christine Berger und deren Firma in Elisabethhöhe in Glindow entstanden. 100 Liter hatten Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff im September vergangenen Jahres angesetzt. Zur Grünen Woche bieten sie das Getränk, das aus Sanddornsaft und naturtrübem Bier besteht, nun haltbar gemacht und auf Flasche gezogen an. Ab Sommer solle das Sanddornbräu dann regulär als Flaschenabfüllung erhältlich sein, kündigte Kirchhoff an.

Als dritte Novität präsentieren er und seine Kollegen den Biersenf. "Das ist ein richtig scharfer, grobkörniger Mostrich, bei dessen Herstellung statt des Wassers Bier verwendet wird", erläuterte er. Auf immerhin 20 Prozent Anteil am Senf bringt es der Gerstensaft.

Als ein besonderer Hingucker auf der Messe erweist sich zudem ein alter Bügelflaschenfüller, den die Braumanufaktur mitgebracht hat und vor Ort praktisch demonstriert. Die Maschine habe früher einmal in Babelsberg gestanden, so Kirchhoff. C.B.

Wohnen in Berlin/Brandenburg

Wohnen in Berlin/Brandenburg
20. Jahrgang Nr. 3/4 März/April 2005

Das Bier, das aus Templin kommt
Historische Braumanufaktur lädt zum Besuch ein und verlost Abendessen für zwei Personen

" Wir machen Bier nach altem Rezept," sagt Braumeister Jörg Kirchhoff, der zusammen mit dem Brauingenieur Thomas Köhler ein historisches Ausflugslokal in Templin bei Potsdam wieder zu neuem Leben erweckt hat. Die beiden haben das denkmalgeschützte "Forsthaus Templin" restauriert und betreiben dort die "Braumanufaktur", in der sie ihre hauseigenen Biersorten anbieten.

Für ihr ungefiltertes Bier wird nur Naturdoldenhopfen verwendet. "Bei filtriertem Bier wird auch Geschmack herausgefiltert," erläutert Kirchhoff. Ungefiltertes schmeckt milder und vollmundiger als die industriell hergestellten gefilterten Biersorten, die wegen der längeren Haltbarkeit fast ausschließlich im Handel erhältlich sind.

Besucher oder Gruppen können nach vorheriger Anmeldung die historische Brauanlage besichtigen oder auch einen Tag lang "mitbrauen". In der Braumanufaktur riecht es angenehm nach der würzigen Maische. Neben dem ganzjährig erhältlichen eigenen Pils und Lager und den saisonal gebrauten Spezialitäten wie Weizenbier, Märzen, Potsdamer Stange oder Maibock, sind Besonderheiten wie der honigfarbene Bierlikör oder der starke Bierbrand sehr gefragt. Das Essen ist rustikal und dreht sich thematisch ebenfalls ums Bier.
Die Ausflugsgaststätte liegt am Templiner See, direkt gegenüber vom Strandbad Templin.
Wohnen in Berlin/Brandenburg und die Braumanufaktur verlosen ein Essen für zwei Personen im Forsthaus Templin, inklusive einem Glas Bier und einem Bierlikör oder Bierbrand.

Unsere Preisfrage: Ist Weizenbier
A) ein obergäriges Bier
B) ein untergäriges Bier.

Antworten bis zum 15. April 2005 an Wohnen in Berlin/Brandenburg, Mecklenburgische Straße 57, 14197 Berlin, Fax: (030) 897 86 429, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Braumanufaktur Forsthaus Templin, Templiner, Straße 102, .14473 Potsdam, Telefon: 033209/217979. www.Forsthaus-Templin.de , www.Braumanufaktur.de
Simone Hoffmann

PNN 19.03.2005)

Blütenbräu

 

MAZ 26.04.2005

Nun wächst wieder Hopfen auf dem Mühlenberg
„Bier-Stadt“ Werder knüpft an uralte Traditionen an / Ernte in zwei Jahren / 4000 Liter werden erwartet

WERDER. Am Mühlenberg auf der Werderaner Insel wurden gestern sechs Hopfenpflanzen in die Erde gebracht: Braumeister Jörg Kirchhoff von der Gaststätte "Forsthaus Templin" rechnet damit, dass der Hopfen in zwei Jahren erntereif ist. "Dann werden wir etwa fünf Kilogramm ernten können. "Aus dem Sud, der daraus gewonnen wird, lassen sich laut Kirchhoff rund 4000 Liter Bier brauen.

Bereits seit dem vergangenen Jahr wird original Werdersches Bier im "Forsthaus Templin" gebraut. Mit der Anpflanzung am Mühlenberg knüpft die Stadt Werder jetzt an ihre uralte Bier-Tradition an. "Die Insel ist der Ursprung Werders und der Hopfen die Seele des Biers", begründete der Beigeordnete Hartmut Schröder die Wahl des Hopfen-Standorts mitten im Herzen der Stadt. Außerdem herrsche auf der Insel ein günstiges Klima für die Pflanze, die im Durchschnitt sechs bis acht Meter in die Höhe wachsen kann.

Der Werderaner Hopfen ist ein hochfeiner Aromahopfen der Sorte "Tettnanger" und stammt aus der Gegend um den Bodensee. Die Aromahopfen sind laut Braumeister Kirchhoff "die traditionelleren Sorten, die höhere Aromawerte besitzen und deshalb für den Kleinbrauer interessant sind".
Die Pflege der Pflanzen auf dem Mühlenberg wird die Stadt übernehmen, gebraut wird wie bisher im Forsthaus. Dort wurden im Jahr 2004 rund 8000 Liter Werdersches Bier verkauft. MAZ

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