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Richtigstellungen: - pro Sud werden eingebraut: 4000
l = 40 hl, die Lagerkapazität im Keller beträgt: 40.000 l = 400 hl
- Braumeister Thomas Köhler stammt aus Potsdam und Braumeister Jörg Kirchhoff
stammt aus Kleinmachnow
23.12.2003 Radio 1
Braumanufaktur Forsthaus Templin
23.12.2003
Der
Havelbote
Handwerkliche Bautradition vor den Toren von Caputh
16.12.2003
Berliner
Morgenpost
Im Forsthaus wird jetzt Bier gebraut
15.12.2003
Märkische Allgemeine Zeitung
Brauhaus
14.12.2003
Potsdam am
Sonntag
Ab heute wieder ins "Forsthaus Templin"
13.12.2003 Märkische Allgemeine
Zeitung Forsthaus Templin öffnet als Braumanufaktur
13.12.2003 Potsdamer
Neuste Nachrichten Ab Sonntag ins
„Forsthaus Templin“
18.11.2003
Potsdamer Neuste Nachrichten Eine Braumanufaktur im Forsthaus
16.09.2003
Märkische Allgemeine Zeitung
Forsthaus Templin öffnet Ende Oktober
30.05.2003
Potsdamer Neuste Nachrichten Herrentag in Potsdam: Ansturm im
Hafen, Ruhe bei der Polizei
16.05.2003
Potsdamer Neuste Nachrichten Forsthaus Templin: Richtkrone
für das neue Dach
15.05.2003
Potsdamer Neuste Nachrichten Richtkrone über dem
Forsthaus
15.05.2003
Märkische Allgemeine
Zeitung Richtfest am Forsthaus Templin
Radio 1
23.12.2003
ideal,
für jede Jahreszeit
 Bis
ins Jahr 1834 lässt sich die Geschichte des Forsthauses am Templiner See zurückverfolgen.
Ein wahrhaft geschichtsträchtiges Gebäude, in dem der junge Otto von Bismarck
seine Sommerferien verbrachte. In den 30er Jahren war das Forsthaus ein
beliebter Treffpunkt für Berliner und Potsdamer, zu Tausenden pilgerten sie
hierher.
Mit Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff hat das Forsthaus zwei neue Pächter.
Beide sind Braumeister und haben ihre Kunst mitgebracht.
Eine alte Hopfenmühle
zerkleinert die Grundlage für gutes Bier, das direkt im Forsthaus gebraut wird.
Man kann - man soll sogar - zuschauen, deswegen sind Mühle und Kühlräume im
Wirtshaus untergekommen. Zum selbstgebrauten Bier gibt es herzhafte Kost für
Wandersleute und Ausflügler, Wildgulasch, Braumeistersteak, Treber Brot.
Das Forsthaus liegt wenige Kilometer vom Hauptbahnhof Potsdam entfernt, auf
halber Strecke nach Caputh. Direkt am Templiner See, einen Kieselsteinwurf
entfernt vom Strandbad und der Kanu- und Kajakausleihe. Ideal, für jede
Jahreszeit.

Der Havelbote
23.12.2003 14.Jahrgang
Nr. 26
Die Braumanufaktur Forsthaus Templin hat eröffnet.
unverwechselbare vollmundige Biersorten wird man dort brauen und ausschenken.
Die Braumeister Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff werden das Traditionshaus führen.
In dieser Museumsgaststätte kann der Gast außer essen und trinken auch noch
beim Bierbrauen zuschauen. Sogar Brauseminare wird es geben.
Wir wünschen viel Erfolg!
Heidi Giard

15.12.2003 MAZ
Brauhaus


Potsdam am Sonntag 14.12.3003
Traditionsgasthaus am Strandbad Templin eröffnet wieder/
Seit 1834 bestehendes Ausflugslokal öffnet nach sechsjährigem Leerstand
Caputher Heide (PamS/Hoh).
Am heutigen Sonntag, 14 Uhr, ist es soweit - das
traditionsreiche Ausflugslokal "Forsthaus Templin" öffnet nach sechsjähriger
Schließung in der Templiner Straße 102 seine Pforten.
Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff, die das Gasthaus auf dem 6490 m2 großen
Grundstück erworben und seit April saniert haben, bieten den Eröffnungsgästen
bernsteinfarbenes Lagerbier und dunkleren, süffigen Weihnachtsbock an. Gruppen
können sich ein Zehn-Liter-Fässchen auf den Tisch stellen lassen.
Die beiden Eigner treten mit dem neuen Konzept einer "Braumanufaktur"
an. In zehn
Zwei kupferne Sudkessel aus den zwanziger Jahren und von der einstigen
Malzbierbrauerei Seibert in Babelsberg übernommene Eichenfässer, Gärbottiche
und Bierflaschen geben dem Ganzen einen nostalgischen Touch. Gäste können sich
durch die Brauerei führen lassen und im Februar an einem Brauseminar
teilnehmen. Gebraut werden soll auch wieder die "Potsdamer Stange".
Sie wird im 94 Plätze bietenden Gastraum, zudem sich im Sommer ein 100 Personen
fassender Biergarten mit Kinderspielplatz gesellt, angeboten und in
Henkelflaschen, Siphons und Zehn-Liter-Fässchen außer Haus verkauft. Über ein
Vertriebssystem sollen auch andere Gaststätten beliefert werden. Die Küche
bietet solide deutsche Gerichte. Auf der Speisekarte werden unter anderem
Wildgulasch, Eisbein und Braumeistersteak stehen, alles unter zehn Euro. Außerdem
sind mehrere Brotzeiten( 3,60 Euro) verzeichnet, deren Grundlage das aus einem
Nebenprodukt des Brauprozesses gebackene Treberbrot ist. An den beiden
Weihnachtsfeiertagen ist Gänseessen angesagt, Silvester gibt es ein Buffet und
Musik. Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler, beide 33 Jahre alt, kommen aus dem
Fach und aus der Region. Der Kleinmachnower Kirchhoff und der Potsdamer Köhler
haben in der Landeshauptstadt das Brauerhandwerk
erlernt, an der TU Berlin ein Studium angefügt und sich in Schleswig und
im Emsland erste berufliche Sporen als Braumeister verdient.
Das "Kavalier- und Gesellschaftshaus" für die Unterbringung von Gästen
gehörte einst zum 1819 durch den pensionierten General Friedrich
von Bismarck erworbenen Gutsgelände. Hier verbrachte dessen Neffe, der spätere
Reichskanzler Otto von Bismarck, mehrfach die Schulferien. 1834 richtete der
Kaufmann Eduard Reinhardt eine "Tabagie" ein und nannte sie
"Forsthaus Templin", obwohl dort nie ein Förster wohnte. Ab Anfang
der 30erJahreerlebte das Ausflugslokal einen Boom. In das Gästebuch, das leider
"verschollen" ist, trugen sich u.a. der Schauspieler Gustav fröhlich,
der Astronom Bruno H. Bürgel und der Komponist Gustav Büchsenschütz ein.
Nach der" Wende" scheiterten zwei Versuche, dem Ausflugslokal nahe dem
Strandbad Templin neues Leben einzuhauchen. Nun wird es heute mit erneuertem
Dach, das durch Gauben und Biberschwänze sein denkmalgerechtes Aussehen
bewahrte, sandsteinfarbener Fassade und mit viel Holz gestaltetem Gastraum
wieder die Türen öffnen.

Berliner Morgenpost
Dienstag, 16. Dezember 2003
Von Dieter Weirauch
Potsdam
- Potsdams dritte Brauerei, das "Forsthaus Templin", öffnet
rechtzeitig zu Weihnachten ihre Pforten. Und die Braumanufaktur am Templiner See
will mehr sein als nur eine Gasthausbrauerei. Hier soll es auch Fassbier für
Wirte und Bügelflaschen für Otto Normalverbraucher geben. Mit der
Braumanufaktur an der Templiner Straße 102 erfüllten sich die beiden
Braumeister Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff einen Jugendtraum.
Der aus Kleinmachnow stammende Kirchhoff und der
Potsdamer Köhler zogen nach Brauerlehre und Studium an der TU Berlin ins
Emsland beziehungsweise nach Schleswig - und kehrten voller Elan zurück. Viel
Geld, Mühe und Herzblut steckten die beiden 33-Jährigen in die Sanierung des
seit sechs Jahren leer stehenden Gebäudes. Sie wollen künftig jährlich 1500
Hektoliter edlen Gerstensaft produzieren. Zwei Sorten, "Braumanufaktur
Lager" und "Braumanufaktur Pils", sind ständig im Angebot, dazu
saisonal weitere wie Weizenbier, Weihnachts- oder Maibock. "Besonders am
Herzen liegt uns die "Potsdamer Stange'", sagt Kirchhoff.
Geboten werde keine Gourmetküche, sondern zum
Bier passend gutbürgerliche deutsche Gerichte, darunter Eisbein, Wildgulasch
und Braumeistersteak, alle Gerichte zu Preisen unter zehn Euro. Aber auch Aufläufe
und Salate für Vegetarier gibt es. Froh ist Jörg Kirchhoff auch, dass die
Eichenfässer und andere historische Technik aus der Babelsberger Brauerei
Seibert wieder nach Potsdam zurückkehren. Bislang waren sie im Brauhaus
Schleswig, wo Kirchhoff acht Jahre als Braumeister tätig war, ausgestellt. 90 Gäste
haben im Inneren des rustikalen Gasthauses Platz, im Sommer lädt ein Biergarten
ein. Es soll auch Führungen und ein Seminar für Hobby-Brauer geben.
Braumanufaktur im "Forsthaus
Templin", Templiner Straße 102, 14 473 Potsdam, geöffnet So.- Do.,
11 bis 23 Uhr, Fr. u. Sbd., 11 bis 1 Uhr; Info:
Tel.: 033 209/21 79 79.

Potsdamer Neuste Nachrichten 18.11.2003
Traditionelles
Ausflugslokal Forsthaus Templin eröffnet Mitte Dezember: Hier werden Pilsner,
Lager und heller und dunkler Bock gebraut
Von Erhart Hohenstein
Noch vor Weihnachten wird das seit Jahren geschlossene alte Ausflugslokal
Forsthaus Templin seine Türen wieder öffnen. Thomas Köhler ist mit seinem
Partner Jörg Kirchhoff neuer Eigentümer des 6490 Quadratmeter großen Grundstücks,
im Mai wurde Richtfest für das neue, alte Forsthaus gefeiert. Seitdem habe es
zwar ein paar Schwierigkeiten beim Ausbau des alten Gemäuers sowie in den
Finanzierungsfragen gegeben, doch nun sei alles klar für die Eröffnung Mitte
Dezember, so Köhler. Das Festtagsgeschäft wollen die neuen Eigentümer und
Betreiber unbedingt noch mitnehmen.
Köhler und Kirchhoff sind mit dem Konzept einer „Braumanufaktur“
angetreten. In zehn Edelstahltanks reifen je Sud etwa 3000 Hektoliter
verschiedener Biersorten heran. Zwei alte kupfergetriebene
Sudkessel aus den Zwanzigerjahren und von der einstigen Malzbierbrauerei Seibert
in Babelsberg übernommene Eichenfässer, Gärbottiche und Bierflaschen geben
dem Ganzen einen nostalgischen Touch. Gebraut werden Pilsner, Lager, heller und
dunkler Bock, Braun- und Weizenbier und eventuell auch die „Potsdamer
Stange“. Es wird im 90 Plätze bietenden Gastraum, zu dem sich im Sommer ein
100 Personen fassender Biergarten mit Kinderspielplatz gesellt, angeboten und in
Siphons und Zehn-Liter-Fässchen außer Haus verkauft. Über ein Vertriebssystem
sollen auch andere Gaststätten beliefert werden. Die Küche bietet zum Bier
solide deutsche Gerichte.
Die beiden Anfangsdreißiger, die das Gelände von
der Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft (TLG) erworben haben, kommen aus dem Fach
und aus der Region. Der Potsdamer Kirchhoff und der Kleinmachnower Köhler haben
in der Landeshauptstadt das Brauerhandwerk erlernt, an der Technischen Universität
Berlin ein Studium angefügt und sich in Schleswig und im Emsland erste
berufliche Sporen als Braumeister verdient.
Es war ihr Wunsch, an die Havel zurückzukehren. Als heimatverbundene
Menschen werden sie auch die Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes achten
und sichtbar machen. Es ist als „Kavalier- und Gesellschaftshaus“ für die
Unterbringung von Gästen auf dem 1819 durch den pensionierten General Friedrich
von Bismarck erworbenen Gutsgelände entstanden.
Hier verbrachte dessen Neffe, der spätere Reichskanzler Otto von Bismarck,
mehrfach die Schulferien. Für sein Alter wünsche er sich, schrieb Bismarck rückblickend,
wie sein „alter Onkel Fritz in Templin bei Potsdam Obstbäume zu pfropfen“.
1834 richtete dann der Kaufmann Eduard Reinhardt in dem Haus eine „Tabagie“
ein und nannte sie „Forsthaus Templin“, obwohl dort nie ein Förster wohnte.
Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Gaststätte zu einem auch von
Prominenten vielbesuchten Ausflugslokal. In die Gästebücher
trugen sich der Schauspieler Gustav Fröhlich, der Astronom Bruno H. Bürgel
und der Komponist Gustav Büchsenschütz ein. Nach der Wende wurde die
nunmehrige HO-Gaststätte von Privathand übernommen, dann aber geschlossen.
Danach scheiterten zwei Versuche, dem Ausflugslokal nahe dem Strandbad Templin
neues Leben einzuhauchen. In wenigen Wochen wird nun es mit erneuertem Dach, das
durch Gauben und die Eindeckung mit Biberschwänzen sein denkmalgerechtes
Aussehen bewahrte, sandsteinfarbener Fassade und rustikal mit viel Holz
gestaltetem Gastraum also wieder die Türen öffnen.

Potsdamer Neuste Nachrichten
13.12.2003
Seit 1834 bestehendes Ausflugslokal nach sechsjährigem Leerstand wieder geöffnet
Von Erhart Hohenstein
Caputher
Heide. Am Sonntag , 14 Uhr, ist es soweit – das
traditionsreiche Ausflugslokal „Forsthaus Templin“ öffnet nach sechsjähriger
Schließung seine Pforten. Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff, die das Gasthaus auf
dem 6490 m² großen Grundstück erworben und seit April saniert haben, bieten den
Eröffnungsgästen bernsteinfarbenes Lagerbier und dunkleren, süffigen
Weihnachtsbock an. Gruppen können sich ein Zehn-Liter-Fässchen auf den Tisch
stellen lassen.
Die beiden Eigner treten mit dem neuen Konzept einer „Braumanufaktur“ an. In
zehn Edelstahltanks reifen je Sud etwa 4000 Hektoliter verschiedener Biersorten
heran. Zwei kupferne Sudkessel aus den zwanziger Jahren und von der einstigen
Malzbierbrauerei Seibert in Babelsberg übernommene Eichenfässer, Gärbottiche und
Bierflaschen geben dem Ganzen einen nostalgischen Touch. Gäste können sich durch
die Brauerei führen lassen und im Februar an einem Brauseminar teilnehmen.
Gebraut werden soll auch wieder die „Potsdamer Stange“. Sie wird im 94 Plätze
bietenden Gastraum, zu dem sich im Sommer ein 100 Personen fassender Biergarten
mit Kinderspielplatz gesellt, angeboten und in Henkelflaschen, Siphons und
Zehn-Liter-Fässchen außer Haus verkauft. Über ein Vertriebssystem sollen auch
andere Gaststätten beliefert werden.
Die Küche bietet solide deutsche Gerichte. Auf der Speisekarte werden unter
anderem Wildgulasch, Eisbein und Braumeistersteak stehen, alles unter zehn Euro.
Außerdem sind mehrere Brotzeiten (3,60 Euro) verzeichnet, deren Grundlage das
aus einem Nebenprodukt des Brauprozesses gebackene Treberbrot ist. An den beiden
Weihnachtsfeiertagen ist Gänseessen angesagt, Silvester gibt es ein Buffet und
Musik. Karten dafür werden ab 17. Dezember angeboten.
Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler, beide 33 Jahre alt, kommen aus dem Fach und
aus der Region. Der Kleinmachnower Kirchhoff und der Potsdamer Köhler haben in
der Landeshauptstadt das Brauerhandwerk erlernt, an der TU Berlin ein Studium
angefügt und sich in Schleswig und im Emsland erste berufliche Sporen als
Braumeister verdient.
Als heimatverbundene Menschen werden sie auch die
Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes sichtbar machen. Dazu haben sie
fleißig Postkarten gesammelt, die älteste von 1905, und wollen sie als
Reproduktionen anbieten. Das „Kavalier- und Gesellschaftshaus“ für die
Unterbringung von Gästen gehörte einst zum 1819 durch den pensionierten General
Friedrich von Bismarck erworbenen
Gutsgelände. Hier verbrachte dessen Neffe, der spätere
Reichskanzler Otto von Bismarck, mehrfach die Schulferien. 1834 richtete der
Kaufmann Eduard Reinhardt eine „Tabagie“ ein und
nannte sie „Forsthaus Templin“, obwohl dort nie ein Förster wohnte. Ab Anfang
der 30er Jahre erlebte das Ausflugslokal einen Boom. In das Gästebuch, das
leider „verschollen“ ist, trugen sich u.a. der
Schauspieler Gustav Fröhlich, der Astronom Bruno H. Bürgel
und der Komponist Gustav Büchsenschütz ein.
Nach der „Wende“ scheiterten zwei Versuche, dem Ausflugslokal nahe dem Strandbad
Templin neues Leben einzuhauchen. Morgen wird nun es mit erneuertem Dach, das
durch Gauben und Biberschwänze sein denkmalgerechtes Aussehen bewahrte,
sandsteinfarbener Fassade und mit viel Holz gestaltetem Gastraum wieder die
Türen öffnen.
Forsthaus Templin, Templiner Str. 102, 14473 Potsdam, Tel. 033209/217979 ,
geöffn.
so.-do. 11 - 23 Uhr, ftgs/sa.
11 - 01 Uhr.

MAZ
13.12.2003
VOR ORT : POTSDAM : AUF EINEN BLICK
AB
2004 AUCH BIER-VERKAUF AUßER HAUS / SEMINAR FÜR HOBBY-BRAUER GEPLANT
Wer seinen Festtagsbraten
nebst süffigem Weihnachtsbock bei Mutter Natur genießen will, kann jetzt
wieder im Forsthaus Templin einkehren. Nach sechsjährigem Dornröschenschlaf
und neunmonatiger Sanierung öffnet das traditionsreiche Haus vis-à-vis vom
Strandbad Templin am morgigen Sonntag um 14 Uhr wieder seine Pforten.
Ín
ihrer Braumanufaktur Forsthaus Templin wollen die beiden Braumeister Thomas Köhler
und Jörg Kirchhoff jährlich 1500 Hektoliter edlen Gerstensaft produzieren.
Zwei Sorten - das Braumanufaktur Lager und das Braumanufakur
Pils - sind ständig im Angebot, dazu kommen je nach Saison weitere Sorten, wie
Weizenbier, Weihnachts- oder Maibock. Ab Sommer 2004 soll es hier auch das vor
1945 so beliebte Potsdamer Stangenbier geben, kündigt Köhler an. Ab Januar
wollen die Fachmänner dann auch Bier im Fass, im Syphon
und in Bügelflaschen außer Haus verkaufen.
Die Preise sind moderat, und
so kostet ein 03-er Lager 1,80 Euro. Die Küche ist deutsch und bietet zum
Beispiel Eisbein, Wildgulasch und Braumeistersteak. Den Gastraum schmücken zwei
80-jährige, kupferne Sudkessel aus Franken, Eichenfässer der Babelsberger
Brauerei Seibert und rustikale Möbel. Der Raum hat 94 Plätze, 100 weitere
kommen im schattigen Garten dazu. Pkw-Fahrern stehen 17 Parkplätze zur Verfügung.
Dienstags und mittwochs sollen
die Gäste den Braumeistern künftig bei ihrer Arbeit zuschauen können. Auch Führungen
durch den Braukeller und ein Seminar für Hobby-Brauer sind geplant.
Konkurrenzsorgen wegen der beiden anderen Brauhäuser plagen die beiden Geschäftsleute
nicht. "Wir produzieren als einzige regionales Bier auch für den Handel,
Gastronomie und Privatpersonen", erklärt Köhler.
Etwa eine Million Euro haben
der Potsdamer und der Kleinmachnower in das Projekt investiert und selbst tüchtig
mit Hand angelegt. Das Forsthaus Templin besitzt eine 170jährige Gaststättentradition
und erlebte seine Blüte in den 1930-er Jahren. Gut besucht war die Gaststätte
aber auch zu DDR-Zeiten.
- Geöffnet: sonntags bis
donnerstags von 11 bis 23 Uhr, freitags und samstags bis 1 Uhr

MAZ 16.09.2003
VOR ORT : POTSDAM : AUF EINEN BLICK
BANKKREDIT WAR DIE LETZTE HÜRDE / INNENAUSBAU LÄUFT
AUF VOLLEN TOUREN
Ende
Oktober soll das Forsthaus Templin wieder eröffnen. Dann wollen Thomas Köhler
und Jörg Kirchhoff in
ihrer Brau-Manufaktur Gäste empfangen und sieben Sorten Bier
produzieren, darunter das berühmte Potsdamer Stangenbier. Wegen eines fehlenden
Bankkredites war die für Mitte August geplante Eröffnung verschoben worden,
doch jetzt ist alles genehmigt.
Das Haus hat ein neues Dach, und die geputzte Fassade erhält noch einen
sandsteinfarbenen Anstrich. Noch läuft der Innenausbau. Die Kühlräume sind
fertig und zehn Tanks á 3800 Liter installiert. Der Gastraum mit 90 Plätzen
ist rohbaufertig. Mit ihrem Bier wollen die beiden Gastronomen auch den Getränkegroßhandel
sowie Gaststätten und Privatkunden beliefern. kama

PNN 30.05.2003
Herrentag
in Potsdam: Ansturm am Hafen, Ruhe bei der Polizei
Hochsommerliche
Temperaturen machten den gestrigen Himmelfahrtstag für die Herrentags-Ausflügler
zum Vergnügen. Meist allerdings waren die Männer nicht nur mit ihresgleichen
unterwegs, sondern zogen einen Fahrrad-Ausflug mit der Familie vor. Wer mit der
alten Tradition nicht brechen wollte, schützte den Kopf mit einem Strohhut und
machte sich mit Spazierstock und geschmücktem Wagen auf den Weg. Besonders
gefragt waren Bootstouren - am Potsdamer Hafen an der Langen Brücke herrschte
großer Andrang. Mehr als 2000 Passagiere konnte die Weisse Flotte zählen. An
Bord gingen aber nicht nur Männergruppen, sondern auch Familien und Touristen.
Bevorzugtes Ausflugsziel war das Forsthaus Templin. Das Potsdamer
Traditionslokal wird gerade saniert - der Biergarten war aber schon zum
Probelauf geöffnet.
Aus Sicht der Polizei war es ein friedlicher Himmelfahrtstag: Besondere
Vorkommnisse musste die Wache Mitte des Schutzbereiches Potsdam zumindest bis
zum Abend nicht registrieren. lm Vergleich zu den Vorjahren habe man nur sehr
wenigen Männern wieder "auf die Beine helfen" müssen, sagte ein Sprecher. PNN/dpa


16.05.2003 PNN
Forsthaus Templin: Richtkrone für das neue Dach
Templiner
Vorstadt. Die Richtkrone wurde gestern Nachmittag über dem Forsthaus Templin
an der Chaussee nach Caputh aufgezogen. Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis
das bereits seit 1834 bestehende Gasthaus wieder eröffnet werden kann -
Himmelfahrt soll schon einmal der Biergarten geöffnet werden. Das alte Gebäude
wurde modernisiert und bekam einen neuen Dachstuhl aufgesetzt Die neuen
Eigentümer Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler lassen auch das Innere des Hauses
umbauen - dazu gehört der Einbau eines Sudwerkes, das mit 3000 bis 3500 Litern
je Sud eine große Kapazität hat Das selbst gebraute Bier soll jedoch nicht nur
im Lokal mit seinen 90 Plätzen ausgeschenkt werden. Die Eigentümer haben das
Brauerhandwerk erlernt und an der Technischen Universität Berlin mit einem
Studium ergänzt – jetzt wollen sie einen Vertrieb von Fass- und Flaschenbier
aufbauen. Das Forsthaus Templin ist eine Ausflugsgaststätte mit großer
Tradition. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es zum Anziehungspunkt für die
Prominenz - unter anderen speiste der Astronom Bruno H. Bürgel hier. Außerdem
verbrachte der spätere Reichskanzler Otto von Bismarck auf dem Gut, das ab 1819
seinem Onkel gehörte, seine Schulferien. PNN

15.05.2003 PNN
Richtkrone über
dem Forsthaus
Seit 1834 bestehendes Gasthaus wird wiedereröffnet – mit hauseigener
Brauerei
VON
ERHART HOHENSTEIN
Über dem Forsthaus Templin an der Chaussee nach Caputh wird heute die Richtkrone
aufgezogen. Die beiden neuen Eigentümer Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler
sanieren und modernisieren das alte Gasthaus und haben ihm bereits einen neuen
Dachstuhl aufgesetzt.
Das Innere wird umgebaut und mit 90 Plätzen weniger Gäste fassen als zuvor. Das
hat seinen Grund. Nachdem seit der Wende mehrere Versuche von Pächtern
scheiterten, dem dahin siechenden Ausflugslokal wieder auf die Sprünge zu
helfen, treten die nunmehrigen Eigentümer mit einem neuen Konzept an, das neben
der überfälligen Erneuerung der Bausubstanz den Einbau eines Sudwerkes
einschließt. Es hat mit 3000 bis 3500 Liter je Sud eine beträchtliche Kapazität,
so dass Kirchhoff und Köhler über die Versorgung der eigenen Gäste im Restaurant
und im Biergarten hinaus einen Vertrieb sowohl von Fass- als auch von
Flaschenbier aufbauen wollen. Vom Pils bis zum Weizen werden verschiedene Sorten
hergestellt, mit der für naturbelassenes Bier typischen leichten Trübung.
Die beiden Eigentümer sind übrigens einheimische Gewächse. Jörg Kirchhoff aus
Potsdam, Thomas Köhler aus Kleinmachnow. In der damaligen Bezirksstadt haben sie
von 1987 bis 1989 das ehrsame Brauerhandwerk erlernt und nach dem Fall der Mauer
an der Technischen Universität Berlin ein Studium angefügt. In Schleswig und im
Emsland verdienten sie sich als Braumeister die ersten beruflichen Sporen.
Beide sind sich durchaus bewusst, dass sie mit der Wiederbelebung des
Forsthauses eine uralte Potsdamer Gaststättentradition aufnehmen. Schon 1834
hatte Kaufmann Reinhardt das einstige Kavaliers- und GeseIlschaftshaus in eine "Tabagie",
also ein Gasthaus, umgewandelt. Er gab ihm den Namen "Forsthaus", obwohl der Bau
nie als solches genutzt worden war. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das
Ausflugslokal zunehmend zum Anziehungspunkt für die Prominenz. In den alten
Gästebüchern finden sich Eintragungen des Schauspielers Gustav Fröhlich und
seiner Kollegin Hansi Knoteck, des Astronomen Bruno H. Bürgel und des
Komponisten Gustav Büchsenschütz. Auch der Schutzmann Carl Teike, dessen
Militärmarsch "Alte Kameraden" die Zeiten überdauert hat, trank im Garten sein
Bier.
Doch das einstige Kavaliershaus ist noch mit einer bedeutenderen Persönlichkeit
verbunden. Otto von Bismarck verbrachte auf dem Gut, das ab 1819 seinem Onkel
Fritz gehörte, mehrfach die Schulferien. Als der spätere Reichskanzler längst
eine diplomatischen Karriere gemacht hatte, dachte er noch immer an das schöne
Fleckchen Erde zurück. Für sein Alter wünsche er sich, schrieb er, "wie mein
alter Onkel in Templin bei Potsdam Obstbäume zu pfropfen".

15.05.2003 MAZ
Richtfest am
Forsthaus Templin
Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff eröffnen Brau-Manufaktur/ Künftig
auch Potsdamer Stangenbier
Eines der schönsten
Ausflugslokale erwacht zu neuern Leben. Das seit Herbst '97 geschlossene
Forsthaus Templin bekommt ein neues Dach, heute wird Richtfest gefeiert. Mitte
August wollen Thomas Köhler und Jörg Kirchhoff die Eröffnung ihre
Brau-Manufaktur Forsthaus Templin eröffnen.
Sie kauften das Haus mit Nebengebäuden und dem 6490 Quadratmeter großen
Grundstück 2002 von der Treuhandliegenschaftsgesellschaft.
Mit einer so genannten Gestattung wollen die Braumeister und Mälzer am
Himmelfahrtstag und dann zu Pfingsten Schleswiger Bier ausschenken. Künftig aber
werden sechs bis sieben Biersorten, darunter Pilsner, heller und dunkler Bock,
Braun- und Weizenbier produziert. Darunter auch das vor 1945 so beliebte
Potsdamer Stangenbier in den typischen hohen Gläsern.
In zehn Edelstahltanks reifen ab Juli jährlich insgesamt 3000 Hektoliter des
edlen Gerstensaftes. Die Konkurrenz der beiden anderen Potsdamer Brauhäuser
fürchten Köhler und Kirchhoff nicht, denn ihr "flüssiges Brot" ist nicht nur für
die Gäste bestimmt. Sie wollen Gaststätten beliefern und den Kunden in
zehn-Liter-Fässchen und Siphons Bier außer Haus verkaufen.
Köhler ist Potsdamer und hat wie sein Kleinmachnower Partner im Getränkekombinat
Rehbrücke gelernt, an der Berliner TU studiert und sich dann in Niedersachsen
die ersten Sporen verdient. Mit dem Brauhaus erfüllen sich beide einen Traum.
Die Traditionsgaststätte soll einen musealen Touch haben: Dafür kaufte man in
Bayern zwei handgetriebene, kupferne Sudkessel aus den 20-ern. Die
Malz-Schrotmühle hat über 50 Jahre auf dem Buckel; die alten Eichenfässer,
Gärbottiche und Bierflaschen stammen von der Traditionsbrauerei Seibert. Sie
versorgte die Babelsberger noch vor 30 Jahren mit schmackhaftem Malzbier.
Der große Gastraum mit 90 Plätzen bekommt eine Holzbalkendecke und rustikales
Mobiliar. Geplant ist deutsche Küche. Im großen Biergarten mit seinen
stattlichen alten Bäumen finden 100 Gästen Platz. Fest einstellen wollen die
Eigentümer erst einmal einen Koch und einen Serviceleiter, dazu kommen später
noch Saisonkräfte.
Weil
das äußere Erscheinungsbild des Hauses denkmalgeschützt ist, wird das Dach
wieder mit Berliner Biberschwanzziegeln eingedeckt, bleiben die Fledermausgauben
erhalten, erhält die Fassade einen sandsteinfarbenen Glattputz. Mit
Eigenleistungen schätzen Köhler und Kirchhoff die Investition auf eine knappe
Million Euro. Bisher haben die beiden 32-Jährigen selbst tüchtig mit Hand
angelegt. Sie entrümpelten das Gelände, setzen den Zaun, pflasterten die alte
Lindenallee neu und richten auch den Kinderspielplatz wieder her.
Das Forsthaus Templin kann bereits auf eine 170jährige Gaststättentradition
zurückblicken; denn schon 1834 richtete der Kaufmann Eduard Reinhardt hier ein
Ausflugslokal ein. Zuvor hatte das Gut Friedrich von Bismarck gehört, dem
Lieblingsonkel des späteren Reichskanzlers. Als Student soll der junge Otto von
Bismarck hier oft seine Ferien verbracht haben. Seine Blütezeit erlebte das Haus
in den 20-er und 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts. Damals brachten Dampfer
täglich bis zu 1500 Besucher hierher, gehörten Ufa-Stars wie Hansi Knoteck und
Gustav Fröhlich zu den Gästen.
Zu DDR-Zeiten noch gut besucht, wurde das Lokal nach der Wende zum Sorgenkind.
Nachdem der langjährige Leiter Dieter Nowak aus gesundheitlichen Gründen
aufgehört hatte, gab der Schwarzwälder Wirt Joseph Hajnal hier ein einjähriges
Gastspiel. Seitdem stand das Haus leer. kama

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